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SPRECHERHAUS® » Allgemein, Unternehmen

Du bist eine Marke! Ein unverwechselbarer Beitrag von Jon Christoph Berndt®

Human Branding: Ihre starke Marke erkennt man daran, dass man sie erkennt

Auf dem Weg zu Ihrer eigenen starken Marke ist glasklar: Beim Wettrennen des Lebens steht nicht der Fleißigste und auch nicht der Beste auf dem Treppchen. Schon gar nicht, wenn Sie irgendwann vor lauter Stress und Hetze um Ihr Leben rennen und das vielleicht sogar lange Zeit gar nicht bemerken. Vielmehr bekommen diejenigen die Blumen, die zum einen Wahres, Schönes, Gutes bewegen, zum anderen fortwährend davon berichten. Das beste Lokal kriegt keine Gäste, wenn es keine Website hat, keine Anzeige schaltet, keine Öffentlichkeitsarbeit macht, der Michelin und der Gault Millau nicht vorbei schauen und sowieso keiner den Weg kennt. Der beste Roman wird nicht gelesen, wenn der eremitische Autor auf einer Berghütte im Schein des Kerzenstumpens in die Tasten haut, zuvor kein Exposé von seinem Werk schreibt, diese nicht vorhandene Kurzbeschreibung nicht an einen Literaturagenten oder direkt zu einem Verlag schickt und Sie sich zum Schluss an dem Buch eben nicht delektieren können, weil die ganzen betippten Blätter noch auf der Berghütte liegen und der Senner eines kühlen Tages seine Stube damit wärmt. Der beste Projektmanager kommt auf keinen grünen Zweig, wenn seine Beschlussvorlagen zwar immer bestens prima sind, der Abteilungsleiter aber damit auf der Vorstandsetage glänzt und die ganzen Meriten einheimst. Dann bleibt der Projektmanager Beschlussvorlagenhersteller, was ganz in Ordnung sein kann, als Funktionsbezeichnung aber nicht so recht auf diese feine blind geprägte Visitenkarte passt, wie sie der Führungskraftebene II vorbehalten ist. Muss es auch nicht, denn er ist und bleibt ja FK III.

Seien Sie immer in der Wolle gefärbt echt!

Dafür, dass man Ihre Marke erkennt, sollten Sie einiges tun bei der Gestaltung des Lebens Ihrer Wahl. Wenn Sie erst einmal ganz genau wissen, wofür Sie mit Ihrer Marke stehen – sagen Sie es uns unverfälscht und entwaffnend ehrlich! Das sollte nicht so laut und verschwurbelt sein wie in der Speakers’ Corner im Londoner Hyde Park: Da stand neulich einer im strömenden Regen auf seiner Jaffa-Kiste und klapperte und klapperte und klapperte… Manchmal steht da noch ein zweiter Aktivist, dann klappern sie fröhlich miteinander oder auch gegeneinander; buchstäblich über Gott und die Welt, rührselig und rührig. Dabei kriegt keiner rüber, was er wirklich zu sagen hat, welchen Beitrag er wirklich dazu leistet, dass die Gesellschaft ein Stückchen besser wird. Schade, weil die Menschen besonders schätzenswert sind, die ihre Zeit dafür her nehmen, andere zu erreichen und sich darüber, wenn schon nicht materiell, dann wenigstens geistig bereichern. Die Menschen im Hyde Park jedoch eilten vorbei, schüttelten den Kopf, machten sich lustig.

Verkünden Sie lieber etwas hintergründiger und subtiler Ihre Essenz, gelebt durch Ihre verbale und nonverbale Kommunikation, ungleich vernehmbarer, interessanter und unmissverständlicher. Achten Sie dabei auf die Orte, auf die Gelegenheiten und die Menschen, denen Sie dort begegnen. Je nach Konstellation bedarf es nämlich immer anderer Inhalte, des lauteren oder des leiseren Klapperns. Manchmal braucht es schon die ganze Packung „Meine Marke, jetzt 25% mehr!“, ungebremst und ohne Netz und doppelten Boden. Oftmals ist jedoch eher das Marken-Portiönchen in gut beiß-, kau- und verdaubaren Bissen das Richtige. Dann überfordern Sie die andere Seite bitte nicht. Das passiert bei Produkten mit viel und lauter Werbung gern: Sie ist grell, und man fühlt sich schnell belästigt. Es kommen immer neue Botschaften, während die bereits gesendeten noch gar nicht vollständig empfangen, noch gar nicht kontrolliert, evaluiert und verarbeitet sind. Bei menschlichen Marken ist das ähnlich: Manche sind unglaublich laut. Dabei liegt in der Markenkraft die Ruhe, und Sie können sich viel Zeit dafür nehmen, Ihre Marke zum Erblühen zu bringen. Wenn sie wirklich kraftvoll ist.

Wahrgenommen werden Sie immer irgendwie. Es braucht allerdings gehörig Zeit, bis Sie in dem gigantischen Rauschen überall um uns herum so wahrgenommen werden, wie es Ihrer Marke und damit Ihrer Persönlichkeit entspricht. In einer Art und Weise also, die nicht aus jedem Dorf ein Hund ist, irgendwie immer etwas von allem, aber ziemlich diffus. Vielmehr derart, dass diese Wahrnehmungen wirkungsvoll sind und auf Ihre Marke „einzahlen“, das heißt Ihren ultimativen Beitrag zur Gesellschaft glasklar kommunizieren und dem Gegenüber etwas bringen. Das im Privatleben wie im Berufsleben. Es macht, wenn Sie von Ihrer Marke und Ihren Ideen überzeugt sind, verdammt viel Spaß.

Auch für Sie gibt es zahllose Möglichkeiten, zum Aktivisten zu werden. Wenige machen wirklich Sinn, und das auch nur in logisch und wirkungsvoll aufeinander abgestimmter Form. Über die üblichen Klapper-Mechanismen von Website, Visitenkarte, Flyer und Broschüre bis hin zu Weihnachtskarte und Geburtstagsanruf gibt es reichlich Fach- und Ratgeberliteratur. Auch hier kommt es vor allem darauf an, das wenige und wirklich Sinnvolle zu tun. Ihre Markenpersönlichkeit wird Ihnen die hilfreichen Leitplanken bei der Entscheidung darüber bieten, wie viel Energie Sie wo hinein stecken. Darüber hinaus gibt es die ungewöhnlichen, die kleinen, die wohl überlegten und charmanten Dinge, die oftmals die effektiveren sind und darüber hinaus ganz leicht von der Hand gehen.

Finden Sie sie heraus! Es lohnt sich – fürs Herz, für den Bauch, fürs Hirn und für den Geldbeutel.

Ihr Jon Christoph Berndt