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SPRECHERHAUS® » Referenten

Dr. Notker Wolf

Oberhaupt des Benediktiner-Ordens in Rom

Portrait_Wolf_webWerner Wolf wurde als Sohn eines Schneiders geboren. Er trat nach der Schulzeit an der Oberrealschule Memmingen (heute Bernhard-Strigel-Gymnasium) und am Rhabanus-Maurus-Gymnasium St. Ottilien nach dem Abitur 1961 in das Benediktinerkloster Sankt Ottilien ein. Dort erhielt er den Ordensnamen Notker. Nach seiner Profess 1962 studierte er Philosophie an der Benediktinerhochschule Sant’Anselmo in Rom. 1965 wechselte er an die Ludwig-Maximilians-Universität München und studierte Theologie, Philosophie sowie Zoologie, Anorganische Chemie und Astronomiegeschichte. 1974 wurde er mit der Arbeit Das zyklische Weltmodell der Stoa zum Dr. phil. promoviert. 1968 empfing er die Priesterweihe. 1971 erhielt er einen Ruf auf die Professur für Naturphilosophie und Wissenschaftstheorie an die Päpstliche Hochschule Sant’Anselmo in Rom. Am 1. Oktober 1977 wurde er als Nachfolger von Viktor Josef Dammertz zum fünften Erzabt der Erzabtei St. Ottilien gewählt und damit Abtpräses der Kongregation der Missionsbenediktiner. Er forcierte den Klosterbau in China und in Indien. 1982 belebte er das Priorat Jakobsberg bei Ockenheim durch Neubau wieder. Am 7. September 2000 wurde er zum neunten Abtprimas und damit zum obersten Repräsentanten der Benediktiner gewählt. Am 25. September 2008 bestätigte ihn der Äbtekongress der benediktinischen Konföderation für weitere vier Jahre in seinem Amt als Abtprimas. Am 21. September 2012 bestätigte der Äbtekongress erneut für vier Jahre, er ist damit der älteste amtierende Abtprimas. Als Abtprimas ist er weltweiter Sprecher des ältesten Ordens der Christenheit mit 7.500 Mönchen und 17.100 Nonnen.

Dr. Notker Wolf sagt: Es gibt keine Freiheit ohne Verantwortung und die Gefahr, Schuld auf sich zu laden.

Moralische Werte
Woher nehmen wir sie?

Notker Wolf ist quasi der CEO der Benediktiner, einem globalen Unternehmen mit über 1.000 Klöstern. Er leitet den Benediktiner-Orden, spielt Hardrock – und redet Klartext: Es gibt kein Menschenrecht auf ein bequemes Leben und vier Wochen Urlaub. Er gilt als unabhängiger und auch unkonventioneller Geistlicher. Manche Äußerung aus dem Vatikan kommentierte er mit den Worten „lebensferne Auseinandersetzung“. Das Mönchtum war nie so aktuell wie heute, denn das Wesen des Mönchtums ist das Unterwegssein, das Suchen. Wichtiger als theologische Dispute sind ihm die Sorgen und Probleme der Menschen, denen er rund um den Globus begegnet.

“Dass Wolfs Vorschläge weltfremd sein könnten, ist nicht zu befürchten angesichts dessen, was der oberste Repräsentant der Benediktiner alles erfolgreich bewältigt.”
(Süddeutsche Zeitung 2011)


 

Mehr Wissen – Veröffentlichungen:

Cover_Wolf_Die sieben Säulen des GlücksDie sieben Säulen des Glücks: Tugenden zum Leben

Verlag: Verlag Herder; Auflage: 2 (11. Januar 2011)

In der Flut der Glücksbücher gibt es einen Klassiker, der seit 1.500 Jahren Weisheiten bereithält, die das Meiste dessen in den Schatten stellen, was heute geraten wird: die Regel des Benedikt. Wenn wir sie mit der Weisheit der alten Tugenden verbinden, lernen wir Überraschendes: für unsere aktuelle Situation, für unser eigenes Leben. Abtprimas Notker Wolf erzählt von seinen Erfahrungen mit den Tugenden: Tapferkeit, Gerechtigkeit, Klugheit, Maß, Glaube, Liebe, Hoffnung. Sie sind tragfähige Säulen des Glücks.